Praxis für Komplementärmedizin
Dr. scient. med. Esther Granitzer MSc

Praxis-News 49 - April 2018

Je mehr du vertraust, umso mehr traust du dich (Pierre Franck).

 

Es freut mich sehr, Ihnen heute die 49. Praxis-News-Ausgabe mit folgenden Themen vorstellen zu können:

 

Artikel:    - Mariendistel – von der Leber weg

               - Weihrauch gegen Multiple Sklerose und andere chronische Erkrankungen

                  

Ich möchte Sie noch darauf hinweisen, dass die komplementärmedizinische Praxis Dr. Granitzer vom Auffahrtsdonnerstag 10. Mai bis und mit Pfingstmontag 21. Mai 2018 geschlossen ist.

Ab Dienstag 22. Mai 2018 bin ich wieder für Sie erreichbar.

 

Eine wunderschöne Zeit wünscht Ihnen:

 

Dr. scient. med. Esther Granitzer, Praxis für Komplementärmedizin.

 

Weihrauch gegen Multiple Sklerose und andere chronische Erkrankungen  (Teile aus: aerzteblatt.de / doi: 10.1136/jnnp-2017-317380)

Wissenschaftler der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein haben den Effekt von Weihrauch bei schubförmiger Multipler Sklerose untersucht.

Es handelt sich um eine frühe Phase-II-Studie mit 28 teilnehmenden Patienten. Nach der Auswertung staunten die Forschenden nicht schlecht: Bei den MS-Patienten, die 3x täglich Weihrauchtabletten über einen Zeitraum von acht Monaten einnahmen, sank die entzündliche Krankheitsaktivität signifikant. Gezeigt hat sich dieser Effekt im MRT.

Die Forschenden berichteten: „die Studienergebnisse haben unsere Erwartungen insbesondere in der Zusammenschau der positiven Effekte der Weihraucheinnahme auf bildgebende, klinische und immunologische Messewerte übertroffen.“

Gute Erfolge zeigt Weihrauch auch immer wieder bei chronischen, entzündlichen Erkrankungen wie Colitis ulzerosa, Morbus Crohn, Rheumatoide Arthritis, Polyarthritis, chronischem Asthma und schubförmig auftretenden Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Psoriasis

100 Tabl. H15 Weihrauch können zum Preis von Fr. 75.00 in der Praxis Dr. Granitzer bezogen und über die Krankenkasse abgerechnet werden.

 

Mariendistel – von der Leber weg (Teile aus: Biogena Inside, März 2018, Seite 32-35)

Die heimische Mariendistel (Silybum marianum, Carduus marianus) wird vor allem wegen ihres Gehalts an leberschützendem Silymarin verwendet. Die aktuelle Forschung rückt metabolische und antikanzerogene Wirkungen in den Fokus.

Die Mariendistel zählt zur Familie der Korbblütler und ist eine ein- bis zweijährige Pflanze. Die auffällige Distel mit ihren dunkelgrünen Blättern mit hellem Marmorierungsmuster und den purpurvioletten Blüten ist auch in Europa beheimatet. Der Name der Mariendistel wird auf die Legende zurückgeführt, nach der die weissen Flecken auf ihren Blättern von der Milch der Jungfrau Maria stammen. Der kommerzielle Anbau der Pflanze erfolgt u.a. im österreichischen Waldviertel, im deutschen Westerwald und in Ungarn, sowie in Argentinien, Venezuela und China.

Der Wirkkomplex Silymarin, welcher aus den reifen Früchten gewonnen wird, ist aufgrund seiner antioxidativen, antientzündlichen und zellschützenden Eigenschaften traditionell zur Behandlung von Lebererkrankungen bekannt.

Als Bestandteil von Kombinationspräparaten (z.B. in Taraxacum comp. von Ceres) unterstützt die Mariendistel die Leber-Galle-Funktion auch bei Verdauungsstörungen, ebenso wird Silybin (pharmakologisch gesehen die stärkste Substanz im Silymarin-Komplex) bei Lebervergiftungen durch Knollenblätterpilze eingesetzt.

Silybum marianum besitzt zudem eine hohe antioxidative Aktivität und kann den Lipidstoffwechsel (Legalon®) normalisieren, sowie die Zellregeneration und die Bildung neuer Leberzellen (Hepatozyten) verbessern. Standardisierte Extrakte der Pflanze bieten sich zur Begleitung bei toxischen Leberschäden durch Alkohol, Arzneimittel, Giftstoffe und bei chronisch entzündlichen Lebererkrankungen und Leberzirrhose an (Legalon®). Mehrere Studien belegen zudem die antivirale Potenz von Silybin bei chronischer Hepatitis C.

Aktuell liegt ein Forschungsschwerpunkt auf dem Einsatz des Silymarins bei Diabetes-Erkrankungen. Daten zeigen, dass Mariendistel-Extrakt den Nüchternblutzucker und den HbA1c-Wert (Langzeitzucker) senken kann. Zudem werden diabetische Folgeerkrankungen, wie Nierenerkrankungen und Gefühlsstörungen (Nephro- und Neuropathien), Herz-Kreislauf-Komplikationen und Wundheilungsstörungen günstig beeinflusst.

Auch in der Onkologie wird Silymarin als interessanter Wirkstoff gehandelt. So kann der Wirkkomplex die Metastasierungskaskade unterbrechen, sowie über weitere Mechanismen (plötzlicher Zelltod, Hemmung des Tumorwachstums) Einfluss auf das Entstehen von Tumoren nehmen.

Die Mariendistel, in der freien Natur oft als Unkraut abgewertet, hat noch grosses Potenzial. Hinter dem einfachen Namen verstecken sich hochwirksame Inhaltstoffe, deren therapeutische Möglichkeiten heute erst ansatzweise untersucht sind. Weitere Studien sind geplant.

20ml Taraxacum comp. (Löwenzahn-Mariendistel-Komplex von Ceres) oder aber auch Legalon® können in der Praxis Dr. Granitzer bezogen und über die Krankenkasse abgerechnet werden.

Zögern Sie nicht mich anzurufen, ich berate Sie gerne!